Nur für erwachsene Teilnehmende (18+). Für vergleichbare Forschungsdaten sollte
jede Messung nach demselben Protokoll erfolgen, möglichst 2–3-mal wiederholt und anschließend
gemittelt werden. Maßband oder Lineal nicht fest in das Gewebe drücken.
- Penislänge: auf der Oberseite (dorsal) in gerader Linie messen. Für die
knochengepresste Länge das Lineal vorsichtig bis zum Schambein anlegen; für die sichtbare
Länge nur bis zur Hautoberfläche messen. Bis zur Spitze der Glans messen, Vorhaut nicht mitrechnen.
- Umfang: mit flexiblem Maßband in der Mitte des Schafts messen, ohne das
Gewebe zusammenzudrücken. Den Messzustand (schlaff oder erigiert) eindeutig dokumentieren.
- Krümmung: nur grob kategorisieren, sofern sie eindeutig erkennbar ist.
Eine Winkelmessung ist ohne Standardisierte Fotogrammetrie oder medizinische Untersuchung
nur eingeschränkt vergleichbar.
- Hoden: Länge, Breite und Tiefe lassen sich durch Selbstabtasten nicht
zuverlässig bestimmen. Für Forschungsdaten sind Ultraschall oder ein geschulter Untersucher
vorzuziehen. Ein Orchidometer kann nur eine grobe Volumenschätzung liefern. Nicht mit
Messschiebern oder anderen harten Instrumenten am Hoden drücken oder klemmen.
- Selbstbeurteilung: die beiden Hoden dürfen etwas unterschiedlich groß
oder unterschiedlich hoch stehen. Der Nebenhoden ist normalerweise als weichere Struktur
hinten/oben am Hoden tastbar und sollte nicht mit einem Knoten verwechselt werden.
Medizinisch abklären: ein neu tastbarer harter Knoten, eine bleibende
Größen- oder Konsistenzveränderung oder anhaltende Schwellung sollte ärztlich untersucht werden.
Plötzlich starke Hodenschmerzen sind ein medizinischer Notfall und sollten sofort abgeklärt werden.
Die Hinweise dienen der Standardisierung einer Datenerhebung und ersetzen keine
medizinische Untersuchung oder Diagnose.